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Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) am Institut für Geophysik an der ETH Zürich ist für die Beobachtung und Erforschung der Erdbeben in der Schweiz zuständig.
Er hat die Aufgabe, • regionale und globale Erdbeben zu

lokalisieren • alle Erdbebenschäden in der Schweiz systematisch zu erfassen • alle Fakten zu historischen Erdbeben in der Schweiz zusammenzutragen • die seismischen Stationsnetze zu unterhalten • Angaben zu Erdbebengefährdung und -risiko in der Schweiz zu liefern.

Im Weiteren nimmt er folgende Aufgaben wahr: • Er alarmiert bei einem schweren Beben im Ausland das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) des Departementes für Auswärtige Angelegenheiten. • Er überwacht die Erdbebenaktivität im Gebiet der Talsperren. • Er arbeitet mit bei der Suche nach Standorten für geologische Tiefenlager für radioaktive Abfälle. • Er arbeitet mit bei der Überwachung des Atomteststopp-Vertrags (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty; CTBT), welcher von 130 Nationen unterschrieben wurde.



Das Kompetenzzentrum Naturgefahren (CENAT) hat primär zum Ziel, die Ursachen von Naturgefahren, der dabei ablaufenden Prozesse, der Auswirkungen auf Personen, Sachwerte und Lebensgrundlagen und von geeigneten Schutzmassnahmen interdisziplinär zu erforschen. CENAT ist ein organisatorisches Mittel, um innerhalb des ETH-Bereichs alle Fachgruppen, die sich mit Naturgefahren befassen, virtuell zusammenzuführen. Gegenwärtig vereinigt das Kompetenzzentrum die ETH Zürich, die ETH Lausanne und die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL.

 



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Das Zentrum für alpine Umweltforschung (Centre de recherche sur l’environnement alpin, CREALP) wurde 1968 durch den Kanton Wallis und die Gemeinde Sitten gegründet. Es ist eine Stiftung, welche sich der angewandten Forschung im Bereiche der Erd-, Wasser- und der Atmosphäre-Wissenschaften widmet.
Das Forschungszentrum zählt rund zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein wichtiger Schwerpunkt der Forschung und Weiterbildung ist die Vorbeugung von Naturgefahren (insbesondere Erdbeben) im Rahmen des Programmes «SEISMOVAL».




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Das Centre d’Etudes des risques géologiques (CERG) ist an der Universität Genf beheimatet.
Das Ziel des CERG ist die Ausbildung von Spezialisten, welche Öffentlichkeit, Verwaltung und Wirtschaft helfen können, die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu verhindern oder zu reduzieren.
Die Ausbildung an der Universität dauert siebeneinhalb Wochen inklusiv Feldstudien in der Schweiz sowie in angrenzenden Ländern wie Frankreich und Italien. Um das Diplom zu erhalten, muss der Kurs von einer schriftlichen Arbeit ergänzt werden, welche etwa einen Monat dauert.




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Das Institut für Baustatik und Konstruktion (IBK) ist an der ETH Zürich beheimatet. Es hat seit den Achtzigerjahren Forschungsprojekte im Erdbebeningenieurwesen durchgeführt (insbesondere zum Erdbebenverhalten von Stahlbetonhochbauten, Brücken und Staumauern).
Mit einem Erdbebensimulator (einem so genannten «Rütteltisch») kann das IBK die Auswirkungen von Erdbeben auf Bau- und Tragwerke erforschen.




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Das Institut de Structures (IS) der ETH Lausanne (EPFL) betreibt Forschung im Bereich des Erdbeben-Ingenieurwesens. Dabei werden insbesondere die seismische Bewertung und Ertüchtigung von bestehenden Gebäuden aus Stahlbeton und Mauwerk, das Erdbebenrisiko-Management und das nicht lineare Verhalten von Strukturen untersucht.




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Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra). In der Schweiz sind die Produzenten der radioaktiven Abfälle für deren Entsorgung verantwortlich. Aus diesem Grund haben die Kernkraftwerk-Gesellschaften und der Bund – welcher zuständig ist für die Entsorgung radioaktiver Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung – 1972 die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) gegründet.

Ziel der Nagra: sämtliche radioaktive Abfälle der Schweiz so lange sicher zu lagern, bis sie zerfallen und nicht mehr schädlich sind.

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